Wie funktioniert ein Schwimmbadfilter?

Klares Wasser im Schwimmbad ist nicht nur ästhetisch, sondern entspricht auch unseren hygienischen Ansprüchen. Ein Schwimmbadfilter dient der mechanischen Beseitigung von sichtbaren Verschmutzungen aus dem Wasser und hilft, Chemikalien zur Wasserreinigung zu sparen. Eine Pumpe saugt das Wasser an und drückt es durch das Filtersubstrat. Die Schwebstoffe bleiben hängen.

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Welche Schwimmbadfilter-Systeme gibt es?

Kartuschenfilter lassen sich einfach an den Beckenrand hängen. Das Wasser wird durch eine phenolharzgetränkte Kartusche oder durch eine hochwertige Textilkartusche geleitet. Zum Reinigen wird die Kartusche mit dem Gartenschlauch abgespült. Dies sollte mehrmals pro Woche geschehen, da sonst die Filterleistung nachlässt.
Sandfilter sind vom Gewicht her sehr schwer und auch nicht einfach zu montieren. Damit die Filterschicht vom ausgefilterten Schmutz befreit wird, müssen Sandfilter ein Mal pro Woche für drei bis fünf Stunden rückgespült werden. Anschließend wird der Filter mit Frischwasser aufgefüllt. Der Sand wird alle zwei bis drei Jahre gewechselt. Die Pumpe in einem Plastikgehäuse kann eine Lautstärke von 50 bis 60 Dezibel erzeugen.
Leistungsstarke Zweischicht- und Dreischichtsandfilter haben eine Filterhöhe bis 170 Zentimeter sowie einen Durchfluss von bis zu 32 Kubikmetern pro Stunde.

Wie groß sollte der Schwimmbadfilter sein?

Als Faustregel gilt: Innerhalb von acht bis zehn Stunden soll der gesamte Beckeninhalt den Schwimmbadfilter zwei Mal passieren. Das Wasser sollte den Filter mit einer Geschwindigkeit von 50 Metern pro Stunde durchströmen. Ein kleiner Sandfilter mit 40 Zentimeter Durchmesser und 50 Kilogramm Quarzsand ist für ein Schwimmbecken bis 25 Kubikmetern Wasser ausrechend. Die nächste Größe mit 50 Zentimetern Durchmesser ist für eine Wassermenge zwischen 30 und 60 Kubikmetern ausgelegt. Wassermengen bis 90 Kubikmetern benötigen einen Filter von 60 Zentimetern Durchmesser mit 100 Kilogramm Sand.
Die Laufzeit des Schwimmbadfilters sollte die Hälfte der Wassertemperatur in Stunden betragen, bei 20° Celsius zehn Stunden. Bei Temperaturen über 22° Celsius drei bis sechs Stunden länger, da sich bei höheren Temperaturen Mikroorganismen schneller vermehren.

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